Veränderung verstehen

Praxisbeispiele

Die folgenden Beispiele zeigen, wie tief verwurzelte Verhaltensmuster unser Leben prägen können und was sich verändert, wenn sie sich auflösen.

Ein paar drastischere Beispiele, ehe wir danach zu dem Punkt kommen, den wir alle kennen:

  • In welcher Welt wird ein Hypochonder aufwachen, wenn er nicht mehr den halben Tag irrationale Angst hat?
  • Was macht der People Pleaser mit seiner Energie, wenn er nicht mehr Tag ein, Tag aus zwanghaft „pleasen“ muss?
  • Was bedeutet es für eine „Scanner-Persönlichkeit“, neuerdings in Frieden zu leben. Ohne zwanghaftes Kontrollieren des Umfelds?
  • Oder der „Kontrolletti“? Wie verändert sich das Leben, wenn Vertrauen stärker wird und Kontrolle eine immer kleiner werdende Rolle spielt oder Kontrolle nur noch auf eigenen Wunsch erfolgt?
  • Wie würde ein Perfektionist sein Leben genießen, wenn er auch mal Fünfe gerade sein lassen könnte? Wenn er die Macht hätte, selbst entscheiden zu können, ob er 85 %, 100 % oder 120 % leisten will – neuerdings ohne getrieben zu sein, alles zu 120 % erfüllen zu müssen?

Wenn ungesunde, aber über die Jahre vertraute Verhaltensweisen aus unserem Leben verschwinden, kann das zur Folge haben, dass sich das Leben nicht mehr so änfühlt wie früher. Sind diese Verhaltensweisen über die Jahre schon stark mit der Identität „zusammengewachsen“, kann der Veränderungsprozess nur mit einer gesunden Geschwindigkeit vonstattengehen.

Was heißt jetzt aber Veränderung für das Leben der oben genannten Beispiele?

Der Hypochonder

Der Hypochonder wird bestenfalls verstehen, woher seine Angst vor dem Tod stammt, diese begreifen und loslassen können. Er wird sein Leben ohne diese Angst mehr genießen können.

Der People Pleaser

Der People Pleaser kann begreifen, warum er zu dem geworden ist und welche Umstände ihn dazu gebracht haben, sich derartige Verhaltensmuster anzueignen. People Pleaser, die nicht mehr „pleasen“ müssen, erlernen (erinnern sich), wieder eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und trauen sich auch mal „Nein“ zu sagen.

Das Umfeld reagiert gelegentlich irritiert –  schließlich war der People Pleaser ja immer sofort zur Stelle. Und jetzt sagt er oder sie „Nein“. Das heißt, es gilt, standhaft zu bleiben. Die wahren Freunde werden bleiben und die Veränderung begleiten oder sogar gutheißen.

Wenn sich ein People Pleaser selbst „harmonisiert“, kann es durchaus zu tektonischen Plattenverschiebungen im Freundeskreis, aber auch im Job kommen. Deswegen ist es oft klug, Veränderungen „langsam“ zu machen, damit das Umfeld gegebenenfalls mitziehen kann.


Um den Bogen jetzt etwas breiter aufzuspannen, kommen wir zu dem Punkt, den wir alle kennen: Trigger.

Immer wieder hören wir: „Ohh, das triggert mich jetzt voll …“  entweder weil wir es selbst sagen oder denken oder andere, wenn sie im härtesten Fall kurz davor sind, voll auszurasten.

Wie wir alle wissen, sind Trigger aber oft subtil. Sie treffen uns innen, sind schmerzhaft und lösen Trauer, Wut, Angst oder Scham aus.

Wir erleben Trigger wie eine Bremse – wir wollen, aber können irgendwie nicht. Wir wissen theoretisch alles, aber irgendetwas blockiert. Das ist oft nichts „Großes“  eher wie Sand im Getriebe oder die angezogene Handbremse.

Hypnose kann dir helfen, Trigger zu verstehen und damit unbewusste Blockaden, belastende Überzeugungen und emotionale Altlasten zu lösen.

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